Die Milan – Juve Rivalität: Rossoneri vs. La Vecchia Signora
Die Milan-Juventus-Rivalität ist eine der größten Rivalitäten im italienischen, wenn nicht gar im Weltfußball. In Italien führt Juventus bei der Serie A mit 27 Titeln (Milan hat 17). Im gesamteuropäischen Vergleich jedoch hat Milan die Oberhand: Sie haben die Champions League 7 Mal gewonnen (Juventus nur zweimal). Die Tatsache, dass eine der von Milan gewonnen Champions League - Gewinne auf Kosten von Juventus war, hat diese Rivalität nur noch mehr angestachelt.
Letztes Spiel
(10.01.10, Serie A)
0 : 3
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A. Nesta 29' R. de Assis Moreira 72' R. de Assis Moreira 88'
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Milan Fakten
| Gründungjahr: | 1899 |
| Aktueller Trainer: | Leonardo |
| 1 |
Inter |
27 |
17 |
8 |
2 |
52 |
22 |
59 |
| 2 |
Milan |
27 |
16 |
7 |
4 |
46 |
26 |
55 |
| 3 |
Roma |
27 |
15 |
7 |
5 |
45 |
29 |
52 |
Top Milan Spieler
Juventus Fakten
| Gründungjahr: | 1897 |
| Aktueller Trainer: | Alberto Zaccheroni |
Top Juventus Spieler
Zusammenfassung der Rivalität zwischem Milan und Juventus - Geschichte & Höhepunkte
Es war das Endspiel der Champions League, 2003: Gespielt wurde in Old Trafford (Manchester). Erwartungsmäßig warteten beide Teams mit internationalen Spitzenspielern auf. Für Juventus traten u.a. Lilian Thuram, Edgars David, David Trezegurt und Alessandro Del Piero an. Bei Milan, auch Rossoneri genannt, waren Filippo Inzaghi, Andriy Shevchenko, Paolo Maldini und Andrea Pirlo dabei.
Das Spiel selbst war eng umkämpft, aber torlos. Beide Seiten hatten einige Pfostenschüsse, aber sonst war außer Spesen nichts gewesen. Die zweite Halbzeit war hier noch langsamer als die erste – es sah so aus, als ob jeder nur auf das Elfmeterschießen warten würde.
Und so kam es auch. Hier zeigten beide Seiten Nerven und verschossen je zwei Elfmeter in Folge, so dass es nach drei Elfmetern je Seite immer noch 1:1 stand. Dann aber verpasste Paolo Montero für Juventus, während Alessandro Nesta für Milan versetzte. Als dann Del Piero (Juventus) traf, hing alles von Sevchenko (Milan) ab: Und er traf. Damit hatte Milan seinen sechsten Champions League- Pokal gewonnen. Ein weiteres Kapitel in der Saga der Milan-Juventus-Rivalität war geschrieben worden.
Interessanterweise ist Milan bei der Dreiergruppe Milan-Juventus-Inter der dritte Mann. Soll heißen: Die Juventus-Milan-Rivalität ist bei weitem nicht so groß wie die Juventus-Inter-Rivalität, und auch nicht so verbittert. Hier (Milan-Juve) wird noch Respekt gezeigt.
Im Verlauf der Jahre haben sowohl für Milan als auch für Juventus einige fantastische Spieler gespielt, was die Rivalität oft anheizte. Bestes Beispiel ist Pippo Inzaghi, der 1997 von Atalante zu Juventus ging. Er war ein großartiger Spieler, der sich prächtig mit Del Piero und Zidane verstand. Während seiner Spielzeit gewann Juve die Scudetto, verloren aber in der Champions League im Endspiel gegen Real Madrid. Insgesamt schoß Inzaghi 58 Tore in 122 Spielen bei Juventus.
Dann ging er zu Milan. Einer der Gründe war die Ankunft von David Trezeguet in Turin. Inzaghi hatte Angst, nicht genügend Spielzeit zu bekommen. Nach einer überstandenen Knieverletzung, die Inzaghi kurzzeitig aus dem Spiel warf, entwickelte er eine (für andere Teams) gefährliche Partnerschaft mit Andriy Shevchenko. Er (Inzaghi) gewann mit Milan zwei Champions League- Titel, und schoß 2007 im Finale gegen Liverpool (das in Athen gespielt wurde) zwei Tore. Auch gewann Milan mit ihm 2003-4 die Serie A, den FIFA Club World Cup (2007) und zweimal den Super Cup (2003 und 2007). Er ist ein ungeheuerlich guter Torjäger für Milan.
Ein weiterer Aspekt der Milan-Juventus-Rivalität sind die Manager: Carlo Ancelotti, der Manager von Milan, war davor Manager von Juventus. Während er in seinen zwei Jahren bei Juve recht erfolglos blieb, hat er –zum Unbehagen der Juve-Fans- bei Milan viel Erfolg: So gewannen sie unter ihm die Serie A sowie zweimal die Champions League, das erste Mal gegen Juventus. Auch hat Milan unter Ancelotti zwei Super Cup- Titel und eine FIFA Club World Club- Trophäe errungen. Da sieht die einzige Trophäe, die er für Juventus errang (Intertoto Cup, 1999) im Vergleich recht armseelig aus.
Auf der anderen Seite ist Giovanni Trapattoni, bei dem es sich genau umgekehrt verhält: Der ehemalige Milan-Spieler begann seine Karriere als Manager auch bei Milan, erreichte jedoch recht wenig in den zwei Arbeitsperioden, die er bei ihnen hatte. Dann ging er nach Juventus, wo er sehr erfolgsgekrönt war: So führte Trapattoni Juve zu sechs Serie A- Titeln, einschließlich der zweifachen Verteidigung des Titels, zwei Italian Cup- Titel und ein Super Cup-Titel. Auch gewannen sie unter ihm den Intercontinental Cup. Aber auch im gesamteuropäischen Wettbewerben wurde Trapattoni als Juventus-Manager zur Legende: 1985 führte er sie zum Sieg des European Cups, wo sie u.a. Grasshopper, Sparta Prague, Bordeaux und Liverpool besiegten. Im Finale schoss Frankreichs Legende Michel Platini für Juventus das 1:0. Leider wird dieses Spiel aber nicht für den Fußball, sondern für das schreckliche Heysel-Stadium-Desaster in Erinnerung bleiben. Ein Jahr vorher gewann Juve unter Trapattoni den Cup Winners Cup, wobei sie Paris Saint-Germain, FA Haka, Manchester United und FC Porto auf dem Weg besiegten. Das Finale war in Basel (Schweiz). Juventus gewann es souverän 2:1. Auch beim Gewinn des UEFA Cups 1993 war Trapattoni am Ball: Dort besiegten sie Borussia Dortmund mit 6:1, wobei Dino Baggio und Roberto Baggio zusammen fünf der Tore schossen.
Kurzum: Der Milan-Fußballstar Giovanni Trapattoni ist als Manager von Juventus in die Geschichte eingegangen. Das zeigt die Ironie der Geschichte dieser Rivalität. Ich habe fertig.
Nachwort: Als Juventus 1977 den UEFA Cup beim Endspiel gegen das spanische Athletic Bilbao gewannen, waren alle Spieler von Juventus Italiener und alle Spiele von Bilbao Spanier. Heute wäre das undenkbar.
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